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Qualifizierung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Zunehmende psychische Belastungen, mobiles Arbeiten und mehr Flexibilität sind Themen, die in der aktuellen Arbeitswelt viel diskutiert werden.

Umso wichtiger ist es, dass auch Verantwortliche im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) auf die Entwicklungen eingehen. Die neue „Seminarreihe zur Qualifizierung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ unterstützt sie dabei, ein BGM zu entwickeln, das alle Akteure im Unternehmen erreicht und neue Entwicklungen berücksichtigt.

Einführung in die Seminarreihe 

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein vielschichtiges Aufgabenfeld. Als systematischer, auf den Betrieb abgestimmter Prozess
holt das BGM alle Unternehmensebenen mit ins Boot – Führungskräfte wie Mitarbeitende. Es verfolgt einerseits das Ziel, gesundheitsförderliche
Strukturen im Unternehmen zu verankern und andererseits die Gesundheitskompetenz aller zu verbessern. Dies ist ein komplexer Prozess, der Gesundheitsmanagerinnen und -managern unübersichtlich erscheinen kann.

Wie unsere Studie zeigt, handelt es sich bei BGM-Koordinatorinnen und
Koordinatoren oft um Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die sich erst in das Themenfeld „psychische Gesundheit im Betrieb“ einarbeiten müssen. Aber auch Fortgeschrittene wünschen sich begleitend zu ihrem betrieblichen Handeln Austausch und Unterstützung.

Dies würde ihnen ermöglichen, ihre Vorgehensweise und Handlungsfelder besser aufeinander abzustimmen.
Ziel unserer Seminarreihe ist es deshalb, BGM-Verantwortlichen das Rüstzeug an die Hand zu geben, mit dem sie in ihren Betrieben die Einführung und
Umsetzung des BGM-Prozesses begleiten können.

Die Teilnehmenden werden in wesentlichen Elementen und zentralen Aktivitäten des BGM qualifiziert. Hierzu gehören Grundlagen wie arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse und rechtliche Vorgaben ebenso wie Instrumente und Methoden zur Gefährdungsbeurteilung und Evaluation. Auch
die Vorbereitung und Begleitung von BGM als Veränderungsprozess sowie neue Herausforderungen im BGM sind Elemente der Seminarreihe.
Praxisnähe – ein Qualitätsmerkmal der Modulreihe.

Der zentrale Aspekt der Seminarreihe ist die prozessbegleitende
Durchführung.

Die Teilnehmenden arbeiten während der Seminare konsequent an der Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Projekts. Dies ermöglicht ihnen, ihre betrieblichen Kontexte und Erfahrungen im Team der Seminarteilnehmenden zu reflektieren.

Voraussetzung ist daher, dass die Teilnehmenden eine aktive Rolle in einem bestehenden Gesundheitsmanagement einnehmen – sei es in koordinierender, leitender
oder beratender Form. Die Projekte können sich sowohl in der Vorbereitungs- und Planungsphase befinden als auch gerade durchgeführt werden.

Die Qualifizierung sollte über einen längeren Zeitraum stattfinden. Wir empfehlen, die Teilnehmenden über einen Zeitraum von etwa neun Monaten
zu begleiten. Zwischen den einzelnen Seminaren sollten mindestens vier Wochen liegen. So können Sie sicherstellen, dass die Teilnehmenden
genügend Zeit haben, Erlerntes in ihren Betrieben anzuwenden, zu erproben und zu reflektieren.

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